TBB Trier: Starke Vorstellung beim Pflichtsieg

George Evans. Foto: Thewalt

George Evans. Foto: Thewalt.

Die TBB Trier dominiert den Tabellenletzten Gloria Giants Düsseldorf und gewinnt mit 84:55 – „Meine Mannschaft hat den Gegner richtig eingeschätzt und die Freiräume gut genutzt“ – Dragan Dojcin Topscorer mit 17 Punkten (5/6 Dreier), Dru Joyce mit 9 Assists, George Evans mit starker Vorstellung.

Ein Pflichtsieg musste sie für Trier sein, die Partie gegen die Gloria Giants aus Düsseldorf – das nicht nur aufgrund der Ausgangssituation (Düsseldorf ist so abgeschlagen letzter wie zuletzt nur Paderborn, Trier kratzt an den Playoffs), sondern auch aufgrund der Erfahrung aus dem Hinspiel am Rhein. Dort hatte Trier die „Giants“ nach drei Vierteln so dermaßen demontiert, dass man fast den Eindruck hatte, es sei Rödls Jungs am Ende peinlich. Das 49:70 hätte deutlich höher ausfallen können.

Das Rückspiel an der Mosel am Sonntag lieferte von Anfang an ähnliche Bilder: Die TBB dominierte auch ohne ihren verletzten Topscorer Philip Zwiener, das erste Viertel ging mit 24:13 an die Hausherren, die den Giants von Beginn an keine Luft zum Atmen ließen: 13:3 Rebounds nach zehn Minuten, drei Dreier des gut aufgelegten Dragan Dojcin, und kollektiv eine starke Vorstellung in der Defense – Düsseldorf war chancenlos, lediglich Neuzugang Emir Rizvic kam, wenn auch selten, gegen Maik Zirbes zum Korb durch, Dorian MacDaniel und DeAndre Haynes trafen ihre Dreier. Der Rest war Schweigen bei Murat Didins völlig überforderter Truppe, die aber immerhin diese Saison schon Spitzenreiter Bamberg zu Fall gebracht hatte – schwer zu glauben, aber wahr.

Auch im zweiten Abschnitt ließ das Team von Henrik Rödl nicht nach, zeigte sich konzentriert statt unterfordert. Die Defense stand, Trier konnte ein ums andere Mal erfolgreich Fastbreaks laufen, vor allem Oli Clay profitierte von den großzügigen Platzverhältnissen unter dem Düsseldorfer Korb und markierte sechs Punkte in Folge zum 40:19 – kurz zuvor hatte George Evans ihn in bester Point-Guard-Manier per Bodenpass bedient. Derselbe Evans blockte dann in einer der nächsten Sequenzen unter dem eigenen Korb Laimonas Kisielius mit voller Wucht. Murat Didin versuchte viel, fand aber kein Mittel und verzweifelte an der Seitenlinie, erst recht weil seine Giants Freiwürfe wegwarfen wie andere Leute faules Obst – 1/6 die Quote zur Halbzeit, 2/11 nach drei Vierteln. Mit einer völlig gerechtfertigten 20-Punkte-Führung (44:24) ging es in die Pause.

Man kann es kurz machen: Die TBB hielt den Druck aufrecht, ließ sich vom bodenlosen Niveau der Gäste nicht herunterziehen und baute die Führung weiter aus. Vor allem Scharfschütze Dojcin (5/6 Dreier), der später mit 17 Punkten zum Topscorer avancierte, trug seinen Teil dazu bei, Düsseldorf auf Distanz zu halten. Auch Samy Picard, der aktuell von der Verletzung Philip Zwieners profitiert und heute 16 Minuten zum Einsatz kam, machte seine Sache hervorragend, kämpfte vor allem in der Schlussphase um jeden Ball und kam am Ende auf 11 Punkte. Gegen Ende drohte die Partie vollends zu verflachen, doch die TBB hatte noch das ein oder andere Kabinettstück parat: George Evans tanzt sich durch die Düsseldorfer Zone, steckt durch auf Dragan Dojcin, der goldrichtig steht und zum 72:47 einlegt – da waren noch 4:46 Minuten zu spielen und die Partie genau so gelaufen wie bereits zur Halbzeitpause. Barry Stewart verwertet per Fastbreak einen Block von Evans zum 77:48, trifft kurz darauf den Dreier zum 80:53. Den Schlusspunkt setzte Maik Zirbes per krachendem Einhänder-Dunking zum 84:55. 3289 Zuschauer in der Arena Trier konnte schon lange nicht mehr so entspannt ein Basketballspiel genießen, dennoch ist es gut zu wissen, dass Düsseldorf in der Liga ein Einzelfall ist.

Murat Didin, Headcoach Gloria Giants Düsseldorf: „Glückwunsch an Trier, nicht nur zum heutigen Spiel, sondern auch zu einer sehr ordentlichen Saison. Sie spielen defensiv wie offensiv sehr gut und hatten heute offensiv in Dragan Dojcin mit 5/6 Dreiern einen richtigen Anführer. Wir sind zu allem Übel zurzeit sehr verletzunggsgeschwächt, konnten zeitweise nur zu fünft trainieren – von daher war es auch eins unserer schwächeren Spiele der letzten Zeit. In so einer Situation kann man nur mithalten, wenn auf dem Feld alles perfekt läuft, das war heute nicht der Fall. Viel Glück an Henrik Rödl für den Rest der Saison.“

Henrik Rödl, Headcoach TBB Trier: „Danke für die Glückwünsche. Für Düsseldorf ist das zurzeit eine schwieirge Situation, was es uns auch nicht unbedingt einfacher macht – keiner weiß, wie gut oder schlecht sie wirklich sind. Meine Mannschaft hat heute die Freiräume, die Düsseldorf uns gegeben hat, sehr gut ausgenutzt, vor allem Dragan Dojcin stand sehr oft frei und hat das eiskalt bestraft. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir in der langen Pause vor dem nächsten Auswärtsspiel im Rhythmus bleiben. Unsere beiden Rekonvaleszenten Oskar Faßler und Phlip Zwiener werden diese Zeit aber gut brauchen können.“

Stats zum Spiel der Beko Basketball Bundesliga.

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