Erinnerungen an das „Tanzverbot“ – Leider noch kein Nachruf

Karfreitag naht. Zeit, sich mit den ernsten Dingen des Lebens zu beschäftigen. Zum Beispiel mit dem rheinland-pfälzischen Landesgesetz über den Schutz der Sonn- und Feiertage (Feiertagsgesetz – LFtG). Auch auf Wunsch von Triers einzigem online-Kulturmagazin hunderttausend.de, dem ich natürlich gerne nachkomme.

Wie aus meinem Steckbrief hervorgeht, war ich einst Mitbetreiber einer freien Cocktail- und Kultureinrichtung im „Herzen von Trier“. Frei deshalb, weil wir nicht öffentlich gefördert wurden und versuchten, uns lediglich aus Eintrittsgeldern, Thekenumsatz und dem ein oder anderen Werbedeal zu finanzieren. Keine gute Idee. In dieser Zeit sind viele im wahrsten Wortsinn „merkwürdige“ Geschichten vorgefallen, die es mir rückblickend erleichtern, an diese drei Jahre zurückzudenken, obwohl sie mich sehr viel Geld gekostet haben. Um Holger Edmaier zu zitieren: „Die Scheiße von heute ist die gute alte Zeit von morgen.“ Für eine der lebhaftesten Erinnerungen sorgte nicht irgendein besonders spektakulärer Künstler oder ein besonders ausuferndes Zechgelage mit Koks und Nutten, sondern die Stadt Trier selbst.

Ein trüber Freitagvormittag Ende November 2008. Ein unauffällig aber offiziell aussehender Herr mittleren Alters betritt den Laden, der zu dieser Tageszeit nicht nur eine menschenleere Cocktailbar, sondern auch mein Büro und deshalb offen ist. Unterm Arm hat er einen Stapel wichtig aussehender Papiere. Leute dieser Art kommen öfter, im schlimmsten Fall sind es Vollstreckungsbeamte, die direkt Geld wollen. Der Stromabsteller der Stadtwerke war auch schon mal da. Dem Laden geht es nicht so gut, aber wir kämpfen.

Der heutige Herr stellt sich als Mitarbeiter des Ordnungsamts vor. Er stellt persönlich einen Brief zu, den ich nur gegen Unterschrift ausgehändigt bekomme. Der Brief sieht, wie sein Überbringer, unauffällig aber offiziell aus, hat es aber in sich. Darin steht sinngemäß, dass es uns als Veranstalter verboten sei, die für den kommenden Totensonntag angekündigten Aufführungen von „Die oberen Zehntausend (Filmfrühstück)“ und „Wo ein Wilhelm ist, ist auch ein Busch – ein erotischer Bilderbogen mit Musik“ stattfinden zu lassen, da der Totensonntag ein stiller Feiertag sei, die genannten Veranstaltungen sich „nicht unter dem Charakter eines stillen Feiertages subsumieren“ ließen, und eine Aufführung somit gegen das Feiertagsgesetz verstieße. Andernfalls: Ordnungsgeld. Im Verteiler: Die Polizeidirektion Trier, mit dem Auftrag, für die Durchsetzung o.g. Verbots zu sorgen sowie das Theater Trier als eigentlicher Veranstalter der Busch-Revue.
Ich frage, was das soll. Er sagt, er könne nichts dafür, trage die Briefe nur aus (ein ganzer Stapel, einmal quer durch die Stadt). Rockbands und Disko zum Beispiel gingen gar nicht. Das sei halt so an stillen Feiertagen.

Das Rockband-Problem haben andere Läden, aber zum Hintergrund muss man folgendes wissen: Die Sachlage war mir nicht neu. Es gibt tatsächlich ein Landesfeiertagsgesetz, der Volksmund sagt Tanzverbot dazu. Das Tanzverbot ist aber nur ein Teil des Gesetzes, §8 nämlich. In §6 aber heißt es: „… sind öffentliche Versammlungen, Aufzüge und Umzüge, soweit sie nicht der Religionsausübung dienen oder dem Charakter des Feiertages entsprechen, sowie alle der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen und Darbietungen, die nicht dem Charakter des Feiertages angepasst sind, verboten.“
Das Ordnungsamt hatte uns diesbezüglich schon länger auf dem Radar, im Jahr zuvor hatten wir formal angefragt, ob unser 14täglicher Tango-Abend, der im November zuverlässig auf einen stillen Feiertag fallen würde, genehmigungsfähig sei. Es sei quasi eine geschlossene Gesellschaft mit den immer gleichen Gästen, die sehr familiär miteinander umgingen. Die Anfrage wurde abschlägig beschieden – Tanzverbot sei Tanzverbot, die Veranstaltung „erfülle nicht das Kriterium der Nichtöffentlichkeit“, da nicht davon auszugehen sei, dass alle Beteiligten dasselbe Ziel verfolgten bzw. miteinander verwandt seien. Oder so. Meinen Einwand, dass ein Tanzabend der Trierer Tangoszene bei dem zum Teil kratzige 20er-Jahre-Platten gespielt wurden, zumindest für Außenstehende nichts mit überschäumendem Amüsement zu tun hätte, sparte ich mir, aus verschiedenen Gründen. Tango fiel für den November also schon mal flach. Clever wie ich mir manchmal einbilde zu sein, disponierte ich für diesen November um und setzte die Busch-Revue auf den Totensonntag – das Theater als städtische Institution dürfte wohl mit dem Ordnungsamt keine Probleme bekommen. Immerhin ist Trier Kulturstadt, dachte ich. Es ist erschreckend, wie naiv ich damals war. So unschuldig.

Der Sonntagsplan stand also: Morgens ein Filmklassiker aus den 50ern mit Grace Kelly und Frank Sinatra – das Filmfrühstück lief in letzter Zeit ganz okay. Abends die Busch-Revue mit Schauspieler Michael Ophelders und Pianist Sebastian Matz, die von Beginn an ein Kassenschlager war. Immer ausverkauft. Hoher Pro-Kopf-Verzehr. Für einen Laden, in dem der Ordnungsamt-Bote zunächst reflexhaft mit dem Gerichtsvollzieher verwechselt wird, sind das überlebenswichtige Veranstaltungen, für die die Logistik auch schon gebucht war: Werbung, Technik, Thekenpersonal. Es war immerhin schon Freitag. Wir brauchten diese Show wie die Luft zum Atmen.

Ich sollte an diesem Tag sehr viel telefonieren. Zunächst mit dem Theater. Dort hat man den Brief auch schon erhalten, der Bote ist tüchtig. Die Verwaltungschefin offenbart mir gegenüber eklatante Wissenslücken: „Mir war nicht bewusst, dass es ein Landesfeiertagsgesetz gibt“. Ich bin gelinde gesagt überrascht. Jeder Bierzapfer weiß, dass es sowas gibt, weil es seinen Schichtplan betrifft. Die Frau ist studierte Juristin und Verwaltungschefin eines Stadttheaters in einer deutschen, äh, Großstadt. Wir diskutieren lange, spielen Szenarien durch. Sie besteht auf einer Absage. Ich argumentiere, dass mir Geld durch die Lappen geht – und dem Theater schließlich auch, denn es ist seine Show. Wir kriegen nur einen Eintrittsanteil. Interessiert nicht. Ich biete an, das Ordnungsgeld (wenn es keine Unsummen kostet) zu übernehmen. Das könnte unter Umständen noch ’ne gute Show werden, wenn die Trierer Polizei Michael Ophelders (je nach Uhrzeit in Frauenkleidern, im Nachthemd, im Frack… es ist ein Kostümstück.) vor ausverkauftem Haus von der Bühne trägt. Antwort: „Das werden wir nicht tun – ich verliere sonst meinen Job!“ Ach komm. Ich frage, was der Intendant dazu sagt, mit dem ich dann auch noch gerne darüber reden würde. Antwort: „Er weiß davon, es gefällt ihm nicht, aber was soll er machen – er ist gerade in Italien“. Ach so. „Außerdem: Der ‚Busch‘ ist mein kleineres Problem – ‚Anatevka‘ im großen Haus wollten sie auch verbieten.“ – „Wieso DAS denn?“ – „Sei ein Musical. Musicals gehen nicht.“ – „Habe ich das Ende von ‚Anatevka‘, wo Tevje und seine Familie wegen des zaristischen Pogroms ins Exil gehen, jahrelang falsch verstanden? Sagen Sie mir bitte, dass ich als Kind nicht umsonst geweint habe.“ – „Nein, das haben wir dem Ordnungsamt auch so erklärt. Dann ging’s auf einmal – wir spielen am Sonntag“.

Ich telefoniere mit dem Disponenten und „Leiter des künstlerischen Betriebsbüros“. Immerhin hat er den Termin bestätigt. Er sagt: Alle Bühnen in Rheinland-Pfalz spielen am Sonntag. Auch „leichte“ Sachen. Und laut seinen Unterlagen bzw. denen seines Amtsvorgängers hat auch Trier seit Jahr und Tag am Totensonntag gespielt. Auch leichte Sachen. Im Gespräch fallen die Worte „Bullshit“ und „Zensur“, aber ich habe versprochen nicht zu verraten, wer von uns beiden sie in den Mund genommen hat. Wir vertagen uns auf in ein paar Stunden.

Allmählich läuft die Zeit.

Ich rufe im Cinemaxx an und frage, ob sie am Sonntag zu haben. Der Geschäftsführer bekommt einen Lachanfall. „Wir spielen 365 Tage im Jahr – warum denn nicht?“

Ich rufe in der TUFA an. Ob der Bote schon da gewesen sei. Nein, warum?

Es gelingt mir, den zuständigen Ordnungsamts-Menschen ans Telefon zu bekommen. Er ruft mich freitags um 16:00 Uhr von zu Hause aus zurück. Das überrascht mich noch etwas mehr als die Unkenntnis der Verwaltungschefin bzgl. der Rechtslage. Es sei wie folgt: Er selbst könne nicht anders, man habe ihm dieses Jahr Druck gemacht, die Verordnung umzusetzen. Ich frage, ob da wirklich keine Ausnahme möglich sei – ein Hollywood-Klassiker aus den doch eher prüden Fünfzigern: Welcher Christ wird da an der Religionsausübung gehindert? „Hmmm, ist das nur ein Film und ein Frühstück?“ – „Deshalb heißt es so, ja.“ – „Was ist das für ein Film?“ „‚Die oberen Zehntausend‘. Aus den Fünfzigern. Harmlos. Kommen Sie schon!“ – „Hmmm. Ich kenne den Film nicht, aber ich habe die Inhaltsangabe gelesen. Sowas geht eigentlich nicht am Totensonntag. Aber machen sie mal, wenn das so ist wie sie sagen, ist das kein Problem.“ – „Gut, vielen Dank. Aber was mache ich, wenn die Polizei wirklich kommt?“ – „Dann sagen Sie einfach, wir hätten telefoniert.“

Dieser Tag beginnt aufgrund seiner Skurrilität schon fast, mir zu gefallen. Allerdings macht mir mein Blutdruck jetzt schon Sorgen und mein Hauptproblem ist noch nicht gelöst: Die Busch-Revue. Was denn damit sei. „Geht leider nicht, gell. Wegen dem Untertitel. ‚Ein erotischer Bilderbogen‘. Kann ich nicht machen. Tut mir leid.“ – „Haben Sie das Stück schon mal gesehen?“ – „Nein. Aber geht nicht. Ich meine, wenn das jetzt sowas wäre wie ‚Anatevka‘, mit diesem zaristischen Pogrom am Schluss… Sowas geht dann. Aber Erotik? Tut mir leid.“

Zwischenstand Ordnungsamt: Man kommt dort mit steilen Lernkurven in kurzer Zeit klar.
Zwischenstand TUFA: Noch kein Bote in Sicht.

Nochmal Theater. Hier hat man folgendes verfügt: Es wird nicht die Busch-Revue, sondern der „Kontrabass“ gespielt. Auch mit Ophelders, der hat ja Zeit. Das sei auch schon mit dem Ordnungsamt geklärt. Es ist also schlussendlich so, dass Bühnenstücke, in denen sich depressive Orchestermusiker sechs halbe Liter Bier in den Kopf donnern, sich unter dem Charakter eines stillen Feiertages subsumieren lassen. Mein Einwand, dass wir den „Busch“ dadurch inhaltlich abwerten und außerdem die Kultur hier vor der Ordnung einknickt, wird zur Kenntnis genommen. Die ebenso offizielle wie windelweiche Begründung für den Wechsel im Spielplan gibt der Intendant aus Italien vor: „aus dispositionellen Gründen“. Der Disponent schäumt, als ich ihn nochmal anrufe – es wirkt jetzt nach außen so, als habe er einen Fehler gemacht. Karteninhaber können die Karten zurück geben oder damit in den „Kontrabass“ gehen. Es ist zu erwarten, dass das nicht allzu viele tun werden, denn der „Kontrabass“ läuft seit Jahren. Der „Busch“ ist neu und gefragt. Er selbst würde gerne am Sonntag an der Tür stehen und den Gästen die Situation erklären, „wie sie wirklich ist“.

Die Theaterkasse ruft mich an. Es sei dringend darauf zu achten, dass Karten beim Einlass markiert werden, damit Gäste nicht die Vorstellung sehen UND hinterher Geld zurückverlangen. Ich antworte, dass ich natürlich die Gepflogenheiten des Trierer Theaters in solchen Fragen nicht kennte, aber vorhätte, die Karten durch einen beherzten Riss an der oberen rechten Ecke zu entwerten. Antwort: „Oh, das ist eine gute Idee.“

Der Sonntag kommt. Das Filmfrühstück läuft planmäßig. Kein Sondereinsatzkommando will den Projektor mitnehmen, von demonstrierenden Christen, die ihr Recht auf freie Religionsausübung aktiv einfordern wollen, ist nirgends etwas zu sehen. Ich überlege, am Ostersonntag (falls wir so lange durchhalten) „Die letzte Versuchung Christi“ von Scorsese zu zeigen – DAMALS hatten die Katholen noch Mumm in den Knochen.
Ich habe mittlerweile herausgefunden, dass die TUFA heute Abend die Boulevard-Komödie „Die Eule und das Kätzchen“ im Programm hat. Es geht darin um eine Prostituierte, die sich in einen erfolglosen Schriftsteller verliebt. Und es gibt noch Karten.

Bei uns wird für den „Kontrabass“ aufgebaut. Der Beleuchter erzählt mir, dass der zuständige Ordnungsamts-Mensch Vorsitzender der „Theatergemeinde Trier“ ist und sich erfolglos für den Posten des Verwaltungschefs beworben habe. Man kennt sich. Nicht uninteressant, ändert aber leider nichts.

Der Einlass beginnt. Im Foyer spielen sich Dramen ab. Disponent und PR-Frau des Theaters Trier stehen mit mir an der Kasse, um die Wogen zu glätten. Aber wir haben Wintereinbruch mit erstem Schnee, es sind Leute auf Sommerreifen aus dem tiefsten Hochwald angefahren gekommen, um den „Busch“ zu sehen. Den „Kontrabass“ kennen sie schon, von der Programmänderung haben sie nichts erfahren. Was die Christen versäumt haben, schaffen erboste Theaterfreunde: Die Wutschreie sind durchs ganze Haus zu hören.
Der Abend ist ein Flop. Von ursprünglich ca. 120 verkauften und bereits bezahlten Tickets bleiben rund 40 übrig. Der Rest wurde bzw. wird zurückerstattet. Umsatzeinbußen, über den Daumen geschätzt: Niedrig vierstellig. Von einem komplett verdaddelten Arbeitstag für mich und einige andere Leute ganz zu schweigen.
Das Theater Trier hat große Probleme, den Abend abzurechnen – offensichtlich war meine Art, die Tickets zu entwerten nicht korrekt und meine Aufstellung über die tatsächlich eingetretenen Besucher nicht ausreichend. Es dauert Monate, bis unser Eintrittsanteil überwiesen wird.

Dies war ein langer Text. Welches Fazit steht am Ende?
Die Feiertagsregelung ist Schwachsinn. Sie beschneidet die Rechte der Mehrheit der Bevölkerung unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit, die aber in Wirklichkeit zu keiner Zeit gefährdet ist. Niemand ist von Sebastian Matz, Michael Ophelders oder mir an seiner Feiertagsandacht gehindert worden. Anderes zu behaupten ist eine bösartige Unterstellung – und ich glaube noch nicht einmal, dass die Leute, die WIRKLICH an diesem Feiertag in sich gehen wollten, von einer Wilhelm-Busch-Revue gestört wurden. Es wird ihnen egal gewesen sein.

Die Regelung produziert einen völlig unnötigen Verwaltungsaufwand, sie kostet Gastronomen, Konzertveranstalter, Künstler, unglaublich viel Geld, Zeit und Nerven. Sie lediglich als unzeitgemäß zu bezeichnen, greift zu kurz, denn sie war nie wirklich zeitgemäß.
Schlimmer als das „Tanzverbot“ an sich finde ich aber die Tatsache, dass in deutschen Ordnungsämtern offensichtlich Kompetenzen nach merkwürdigen Kriterien vergeben werden: Der zuständige Mitarbeiter kann die Durchführung einer Veranstaltung verbieten, über deren Inhalt er noch nicht einmal marginal informiert ist. Ich sage nicht, dass man ein studierter Filmwissenschaftler sein muss, um im Trierer Ordnungsamt zu arbeiten. Und ich bin, ganz allgemein, sehr zurückhaltend mit den Begriffen, Zensur, Meinungsfreiheit, Diktatur, etc. Die sind überstrapaziert und weichen auf, wenn man nicht sehr darauf aufpasst, deswegen mag ich sie auch hier nicht verwenden. Aber ich finde die Aussage „Ich kenne den Film nicht, aber Sie dürfen ihn nicht zeigen“ zutiefst erschreckend. Und die Art und Weise, wie das Theater sich vom Ordnungsamt hat kleinkochen lassen, bezeichnend.

Ein letzter Anruf am Montagmorgen in der TUFA ergibt: Keine besonderen Vorkommnisse am Sonntagabend.

6 Kommentare

Eingeordnet unter Kunst, Media, Musik, Politik, Trier

6 Antworten zu “Erinnerungen an das „Tanzverbot“ – Leider noch kein Nachruf

  1. bundesbedenkentraeger

    Ich glaube, in der Tat stören sich die wenigsten Christen daran, wenn an „stillen Tagen“ getanzt, gefilmguck oder getheatergangen wird. Ist halt ne staatliche Vorschrift, die eben – so ist es im Beamtenstaat – aus Prinzip umgesetzt wird.
    Dann aber doch wieder nicht ganz so prinzipiell, weil keiner mehr kapiert, welche Kriterien gelten und das wohl auch immer schon nach Gutdünken lief. Kino offen, Theater zu. Oder umgekehrt. Und Discos? Was wenn in Discos an den betreffenden Tagen nr Trauermärsche gespielt werden? Ist ja auch Musik…
    Deshalb würde ich auch sagen, es handelt sich hier weder um Zensur, noch um unterdrückte Meinungsfreiheit, sondern um Willkür. Und die ist nabhängig von der Religion. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum aktuelle Petitionen zum „Tanzverbot“ den Volkstauertag ausnehmen.
    Und nebenbei: Der Totensonntag heißt nekirchendeutsch Ewigkeitssonntag, man fokussiet nicht mehr so stark den Tod, sondern darüber hinaus das ewige Leben, was ja auch wieder ein nicht ganz so trauriger Aspekt ist. Vielleicht müßte man in dem Kontext einfach sagen, die geplante Veranstaltung sei eine privatreligiöse Zsammenkunft, m die Lebensfreude zu feiern o. Ä., unter mständen läßt sich damit der ein oder andere Beamte überfahren…

  2. Vielen Dank für diesen Beitrag – das ist an Absurdität kaum zu überbieten. 😀

  3. Ich habe schon an besagtem Tag gefunden (und finde immer noch), dass die Kirche an dieser konkreten Posse die geringste Schuld trägt, wenn überhaupt eine…

  4. FYI:
    Petition zur Änderung des Landesgesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage in RLP: http://bit.ly/gjPsmQ

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