Keine Vorentscheidung: TBB verliert in Braunschweig mit 58:72

Maik Zirbes. Foto: Heiko Schmitz.

Maik Zirbes. Foto: Heiko Schmitz.

Teil zwei des „Do-or-Die“-Wochenendes für die TBB Trier – nach dem Sieg in Gießen musste auch in Braunschweig gewonnen werden, um die Tür zu den Playoffs offen zu halten. Das sah der Gastgeber allerdings ähnlich: Auch die New Yorker Phantoms Braunschweig brauchten die Punkte, um sicher in die Runde der letzten acht zu kommen.

Diese eindeutige Ausgangslage wurde von beiden Mannschaften ab der ersten Sekunde aufs Parkett gebracht. Ein offensives, ein schnelles, ein enges Basketballspiel stand auf dem Programm. Die TBB verpennte ihre ersten beiden Angriffe und gerät mit 4:0 in Rückstand, schaffte dann aber einen 8:0-Lauf mit Dreiern von Dragan Dojcin und Dru Joyce: 4:8. John Bynum kommt ganz locker über die Baseline zum 6:10 durch, Trier gehörte trotz Fehlstart die Anfangsphase des ersten Viertels. Doch Braunschweig ging hohes Tempo, passte den Ball schnell aber geduldig um die Trierer Dreierlinie, so lange bis ein Trierer einen Schritt zu spät kam. So ließ sich immer mal ein freier Mann finden: Brandon Thomas und Kevin Hamilton schießen mit getroffenen Dreiern die Phantoms wieder in Führung: 16:14. Kyle Visser, der ein starkes Spiel gegen den allerdings ebenso starken Maik Zirbes machte, angelt sich den Rebound nach verworfenem Bonusfreiwurf von Thomas und vollendet damit ein Braunschweiger Vierpunkt-Spiel zum 22:19. Wenig Zeit zum Durchschnaufen und wenig Luft zum Atmen für beide Teams in der Volkswagenhalle.

Auch im zweiten Viertel blieb die Partie hauteng: Dru Joyce und Maik Zirbes konnten auf Trierer Seite Highlights setzen, wie das 31:35, bei dem Joyce in bester Oberkellner-Manier durch die Braunschweiger Zone schwebte und den Ball butterweich im Korb ablegte. Maik Zirbes war kurz zuvor bei einem krachenden Dunk deutlich handfester zu Werke gegangen. Doch Brandon Thomas trifft den Dreier kurz vor der Halbzeit: 35:35 und alles wieder offen.

Der Start in die zweite Hälfte verlief baugleich zum Spielbeginn: Trier verschlief die ersten beiden Angriffe und kassierte vier schnelle Punkte, bevor Zirbes zum 39:37 punkten konnte. Henrik Rödl nimmt beim Stand von 41:37 die Auszeit, nachdem Braunschweig die 24 Sekunden wegverteidigt hat. Die TBB hat in der nach wie vor schnellen Partie Konzentrationsschwächen, kann andererseits in der eigenen Defense aber einen Braunschweiger Schrittfehler nach dem anderen erzwingen. Die Mannschaft behält auch die Nerven als Nils Mittmann Braunschweig per Dreier auf 44:37 absetzt. Mit viel Geduld kommt Trier auf 46:46 heran, muss sich dann aber zum Viertelende doch mit 50:46 geschlagen geben – für Braunschweig hatte jetzt Routinier Lamar Greer das Ruder in die Hand genommen.

Greer war es auch, der die ersten Braunschweiger Punkte im vierten Viertel erzielte und mit viel Übersicht das Spiel der Phantoms lenkte. Die größte Schrecksekunde aus Trierer Sicht kam beim Stand von 54:46, als Philip Zwiener mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Bank behandelt wurde. Er kam nicht mehr zurück aufs Parkett – das Comeback in Gießen könnte zu früh gekommen sein. Eine Diagnose steht noch aus. Braunschweig hatte jetzt die Oberhand, stand defensiv gut und konnte das hohe Tempo weiter aufrecht erhalten. Ein Dreier von Greer und zwei Freiwürfe von Kyle Visser zum 59:50 sind die Vorentscheidung, vor allem weil jetzt Zirbes und Dojcin mit vier Fouls belastet waren. Trier zwingt Braunschweig schon früh an die Freiwurflinie, findet aber selbst offensiv den Abschluss nicht schnell genug. Braunschweig gibt sich keine Blöße, so dass der Endstand von 72:58 ein wenig zu deutlich ausfällt.

Braunschweig ist damit sicher in den Playoffs, Trier ist am letzten Spieltag (Heimspiel gegen Artland) abhängig von Schützenhilfe von Bremerhaven und Göttingen. Durch die heutige Niederlage der Eisbären Bremerhaven ändert sich vorerst nichts an Triers Platz 10.

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Eingeordnet unter Sport, Trier

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